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vor der ambulanten Operation:
Im Gegensatz zur Krankenhausaufnahme gibt es in der Regel keinen Vortermin. Das erste Gespräch mit dem Anästhesisten haben Sie am OP-Tag.
Planen Sie
den Termin so, daß Sie nach dem Eingriff genügend
Zeit haben sich zu erholen. Auch wenn
Sie unter Termindruck sind und gutes Heilfleisch haben...
Schon allein das Ziehen eines Zahnes, kann einen ansonsten gesunden
Menschen für zwei Tage außer gefecht setzen. Am Tag der
Operation wird ihnen die Narkose noch etwas nachhängen. Am Tag
darauf kann die Immunreaktion des Körpers auf die
Operationswunde eine schwächende Wirkung haben. Das ist zu
Vergleichen mit dem allgemeinen Erkrankungsgefühl bei einem
grippalen Infekt. Auch wenn Sie schnell wieder zu Hause
sind, sind Sie deswegen nicht schneller wieder auf den Beinen! Denken
Sie daran, daß Sie jemanden brauchen der Sie von der Praxis
abholt und der auch bei Ihnen in der ersten Nacht übernachtet.
Auch diese betreuende Person muß
Zeit haben.
Beim letzten Arztbesuch bevor Sie zur Operation gehen:
müssen Sie Ihrem Operateur darauf hinweisen, wenn Sie
Acetylsalicylsäure (z.B. ASS, Colfarit, Aspirin und viele andere) einnehmen: Diese Substanz ist in vielen Schmerzmitteln enthalten, wird aber auch bei Durchblutungsstörungen gegeben. Die Gefahr einer Blutung nach der Operation ist erhöht.
Metformin (z.B. Glucophage, Mescorit, Mediabet und viele andere) einehmen: Viele Patienten mit einem Diabetes mellitus, also einer Zuckerkrankheit nehmen diese Substanz. Eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung kann auftreten, wenn Sie diese Substanz einnehmen und eine Narkose gemacht wird.
Tranylcypromin
(in Parnate) einnehmen: Dieses Mittel wird bei sehr schwer
behandelbaren Depressionen verwendet. In einer Narkose können
tödliche Blutdruckkrisen entstehen.
Für die Zeit nach der Operation:
müssen Sie ein Rezept über Schmerzmittel und eine eventuell notwendige Thromboseprophylaxe bekommen. Unmittelbar nach der Operation wird Ihnen nicht der Sinn nach einem Gang zur Apotheke stehen. Auch wenn Sie in Begleitung sind, werden Sie in der Regel schnurstracks von der Praxis nach Hause fahren und vor lauter Aufregung den Umweg über die Apotheke vergessen. Ihr Betreuer wird Sie dann als erstes noch einmal allein lassen, um diese Dinge zu besorgen. Wenn irgendetwas ist kann die Zeit und die Not bis zu seiner Rückkehr lang werden.
fragen Sie, ob Sie am Morgen vor der Operation ein Schmerzmittel einnehmen dürfen. Sprechen Sie in jedem Falle genau das Präparat und die Dosierung ab. Sie können so die Schmerzen nach der Operation in vieln Fällen reduzieren ohne, zusätzliche Risiken bestehen.
Bereiten Sie alles für Ihre Rückkehr vor: Der Kühlschrank sollte gefüllt sein, Getränke ohne Alkohol und Koffein sollten bereitstehen und besorgen Sie einen genügend großen Vorrat Ihrer Dauermedikamente.
Nehmen Sie einen Bademantel oder einen Jogginganzug und Hausschuhe mit. Wenn Sie nach der Operation zum ersten Mal zur Toilette müssen, fällt es Ihnen schwer sich komplett anzuziehen. Die Begleitperson sollte sich etwas zum Zeitvertrieb (Zeitschrift, Buch, etc) und Getränke, sowie eine Zwischenmahlzeit mitnehmen.
nach der ambulanten Operation:
Gehen Sie erst nach Hause, wenn Sie schmerzfrei sind, etwas getrunken und gegessen haben (ohne Übelkeit).